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Vorbereitungen für den Fahrradurlaub

Der Fahrradurlaub wird immer beliebter. Er ist günstig und bietet dem Urlauber weitere Vorteile. Um eine Radreise planen zu können, bietet es sich an, rechtzeitig zu überlegen, wie die Fahrradreise gestaltet werden soll. Will man alleine, mit Gleichgesinnten oder der Familie fahren, müssen verschiedene Aspekte bei der Organisation bedacht werden. Die Streckenlänge, das Reiseziel und die Etappen müssen im Vorfeld ebenso bei der Planung berücksichtigt werden wie die Ausrüstung. Die Erfahrung zeigt:

Je gründlicher Urlauber die Radreise planen, umso schöner wird der Fahrradurlaub.

Streckenlänge kreist das Reiseziel ein

Wie weit die Radreise in den Urlaub führt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wesentlich ist die Kondition der Radreisenden. Wer noch nie oder schon längere Zeit keine längeren Distanzen auf dem Rad absolviert hat, sollte zunächst eine kürzere Radreise planen, die realistische Etappen beinhaltet. Um herauszufinden, wie viele Kilometer am Tag bequem zurückgelegt werden können, kann etwa zwei Monate vor dem eigentlichen Fahrradurlaub ausgedehnte Tagestouren gefahren werden. Dies hilft dabei, für die Fahrradreise die Gesamtstrecke zu definieren. Zudem muss abgewägt werden, ob man überhaupt ein bestimmtes Reiseziel festlegen möchte, an dem man sich tatsächlich mehrere Tage aufhält, oder ob die gesamte Reise als Rundreise ohne längere Aufenthalte angetreten wird.

Etappen online erkunden

Dank der modernen Technik des Internets ist die Planung einer Radreise sehr komfortabel. Die Wegbeschaffenheit spielt eine wesentliche Rolle beim Radreise planen. Auch, wenn vor der Fahrradreise Tagestouren zur Ermittlung einer realistischen Distanz Richtwerte für das Planen liefern, ist die Beschaffenheit jeder Strecke individuell zu betrachten. Durchaus können einzelne Etappen unter besonderen Windverhältnissen oder klimatischen Besonderheiten die Kräfte der Fahrer schneller aufzehren, als es bei Trainingsfahrten der Fall ist. Dies gilt ebenso und ganz besonders für anspruchsvolle Höhenmeter. Wer sich überwiegend mit dem Fahrrad durch flaches Gebiet bewegt, ist nach anstrengenden Steigungen schneller erschöpft. Etappen mit stark schwankenden Höhenmetern können umgangen werden oder entsprechend kürzer geplant werden. Im Internet stehen verschiedene Tools zum Checken der Windverhältnisse und der Höhenmeter bereit.

Informationen zum Wetter finden Sie auf:

  • windfinder.com
  • meteoblue.com
  • windatlas.dk

Routenplaner und Höhenmeter bekommen Sie auf:

  • radroutenplaner.nrw.de (mehrsprachig)
  • naviki.org (mit Apps)

Weitere Infos und eine sehr gute Zusammenfassung der deutschen Radwege finden sich auf radreise-wiki.de.

Übernachtungsmöglichkeiten

Es ist ratsam, mit guter Vorlaufzeit die Radreise zu planen und Unterkünfte für Übernachtungen zu suchen. Nicht jedes Hotel und jede Pension ist auf Radreisende eingestellt und bietet neben Kost und Logis auch noch Abstellplätze für Fahrrad und Fahrradanhänger an. Zur Organisation einer Fahrradreise gehört es deshalb, geeignete Unterkünfte zu finden und dort im Vorfeld die Übernachtungen zu buchen. Viele Gasthäuser für Radfahrer gewähren einen Frühbucherrabatt, jedoch muss eine Anzahlung geleistet werden, damit Zimmer reserviert werden. Ins Blaue hinein zu fahren und am Abend in ein Gasthaus für Fahrradfahrer einzukehren, kann zwar klappen, aber bei gutem Wetter ist es ein Wagnis.

Ausrüstung checken

Vor dem Reiseantritt muss zwingend die Ausrüstung auf Vollständigkeit sowie Funktionalität geprüft werden. Dies betrifft die Fahrradbekleidung sowie das Fahrrad selbst. Auch in diesem Bezug sollte man zeitig die Radreise planen, damit man weiß, mit welchen Begebenheiten während der Fahrradreise gerechnet werden muss. Im Sommer muss die Fahrradbekleidung nicht zwingend wärmen, jedoch empfiehlt sich funktionale Kleidung, die Wind vom Körper freihält, aber atmungsaktiv ist. Regenschutz gehört zu jedem Fahrradurlaub dazu. Bei einer Tour im Frühling muss möglicherweise mit kalten Temperaturen und sogar Schnee gerechnet werden. Dann werden an die Radkleidung andere Vorraussetzungen gestellt, wie im Sommer. Zur Organisation gehört auch der Check des Fahrrads. Für diesen Punkt der Planung muss man sich Zeit nehmen. Schrauben werden nachgezogen, die Belichtung muss kontrolliert werden, Flickzeug gehört ins Reisegepäck und Reparaturen müssen vor der Fahrradreise erledigt werden.

Gut geplant ist der beste Reiseführer

Nimmt man die Reisevorbereitungen früh auf und plant alle Schritte sorgfältig, steht einer phantastischen Radreise nichts im Weg. Unbedingt sollte man sich jedoch nicht nur auf das Radreise planen konzentrieren, sondern auch während der Planungsphase ein paar Touren auf dem Fahrrad machen. Dies fördert die Kondition und steigert die Vorfreude. Bei Fernreisen mit dem Rad gibt es natürlich auch noch die Frage zu klären, wie man das Gepäck am besten transportiert. Dieses Thema besprechen wir in einem weiteren Artikel separat. Ein weiterer Punkt ist die Sicherheit bei einer Fahrradreise. Alleinreisende müssen sich darüber Gedanken machen, dass sie einem besonderen Risiko unterliegen. Im Notfall ist womöglich niemand dabei, der Hilfe holen könnte. Gruppenreisen sind in dieser Hinsicht weniger riskant. Dennoch können auch bei Singletouren entsprechende Vorkehrungen getroffen werden, an die es natürlich ebenfalls im Vorfeld bei der Planung zu denken gilt. Wird der Fahrradurlaub gründlich vorbereitet, steht einer erholsamen und spannenden Radreise nichts mehr im Wege.

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